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Mehrere Seiten auf ein Blatt Papier drucken

Eines der Programme, das ich zu Windowszeiten sehr geschätzt hatte, war ein Pseudodruckertreiber namens FinePrint. Damit war es möglich, jeweils mehrere Seiten eines Textes auf ein einzelnes Blatt Papier zu drucken. Für Probedrucke ließ sich dadurch eine Menge Toner und Papier sparen.
Gut versteckt in den Seitenvorschau-Optionen der Textverarbeitung von OpenOffice.org 3.0 befindet sich dieser praktische Dialog für den Mehrseitendruck.
Durch Zufall entdeckte ich nun, dass eine ähnliche Funktion bereits seit der Version 1.0 im Textverarbeitungsmodul "Writer" von OpenOffice.org enthalten ist. Seltsamerweise ist der Einstellungsdialog dazu weder im Druckmenü noch in den Seiteneinstellungen zu finden, stattdessen befindet er sich gut versteckt in den Optionen der Seitenvorschau. Die Funktion ist recht praktisch und gut konfigurierbar. Es lässt sich einstellen, ob die Seiten im Hoch- oder Querformat angeordnet werden sollen, die Anzahl von Reihen und Spalten kann frei gewählt werden und ebenso die Rand- und Zwischenabstände. Selbst 21 Seiten auf ein einziges Blatt zusammenzufassen, ist kein Problem. Um diese Spickzettel anschließend noch lesen zu können, sind allerdings ein sehr guter Drucker und sehr gute Augen notwendig. Die Grenze liegt sogar bei 200 Seiten (10 Zeilen und 20 Spalten) pro Blatt.

Wie man OpenOffice in Ubuntu 8.10 auf Version 3.0 aktualisiert

Der Splash-Screen von Ubuntus OpenOffice.org-Version 3.0 unterscheidet sich mit Ausnahme der Versionsnummer nicht erkennbar von der Vorversion 2.4

Leider hat es OpenOffice.org 3.0 ja nicht mehr in die neue GNU/Linux-Version Ubuntu 8.10 (intrepid ibex) geschafft. Das ist zunächst recht schade, denn allein die Mehrseitenansicht im Texteditor möchte ich als jemand, der häufiger mit längeren Texten zu tun hat, nur noch ungern missen. Anstatt nun ein halbes Jahr auf die Vorzüge von OpenOffice 3 zu verzichten oder das Programm an der Paketverwaltung vorbei zu installieren, kann man Synaptic recht einfach dazu bewegen, das Officepaket von Version 2.4 auf Version 3.0 zu aktualisieren. Alles, was man dazu tun muss, ist:

  1. Die Kommentare zu diesem Blogeintrag zu lesen und über die Notwendigkeit nachzudenken ;-)
  2. Synaptic zu starten
  3. Im Menü "Einstellungen – Distribution" die Option "Immer die höchste Version bevorzugen" zu wählen
  4. Im Menü "Einstellungen – Paketquellen" den Reiter "Software von Drittanbietern" zu aktivieren
  5. Die APT-Zeile deb http://ppa.launchpad.net/openoffice-pkgs/ubuntu intrepid main hinzuzufügen
  6. Die Paketlisten neu zu laden, alle Aktualisierungen vorzumerken und anzuwenden.
Viel Spaß mit OpenOffice.org 3.0!
So sollte der neue Eintrag in den Paketquellen aussehen.


Nachtrag: Beim Aktualisieren der neuen OpenOffice.org-Version kann es zu folgender Warnmeldung kommen:
W: GPG error: http://ppa.launchpad.net intrepid Release: Die folgenden Signaturen konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar ist: NO_PUBKEY 60D11217247D1CFF

Wer das störend findet, kann den öffentlichen Schlüssel des OpenOffice.org-Scribblers-Teams via Terminalfenster mit den folgenden zwei Zeilen verfügbar machen:

gpg --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv 60D11217247D1CFF
gpg --export -armor 60D11217247D1CFF | sudo apt-key add -

Ein Dankeschön an Artur aus Kasachstan!
In den "Launchpad News" gibt es ausführliche Hintergrundinformationen dazu.

WLAN-Problem mit Intel 2200BG und Ubuntu 8.10 gelöst

Gestern habe ich mein Notebook, ein IBM Thinkpad R50e, per WLAN (Intel Corporation PRO/Wireless 2200BG [Calexico2]) von Ubuntu 8.04 (hardy heron) auf Ubuntu 8.10 (intrepid ibex) aktualisiert. Leider fand der "unerschrockene Steinbock" nach dem Reboot die WLAN-Karte des Notebooks nicht mehr. Die Fehlermeldungen lauteten sinngemäß, dass die Hardware nicht gefunden werden konnte ("module not found" oder "device not ready").

Anscheinend wurde die benötigte Firmware für den neuen Kernel nicht kopiert, denn unter /lib/firmware/ gab es nur ein Verzeichnis 2.6.24-21-386 für den alten unter Ubuntu 8.04 eingesetzten Kernel. Nachdem ich den Inhalt dieses Verzeichnisses (tatsächlich genügt eine einzige Datei: ipw2200-bss.fw) in ein neu angelegtes Verzeichnis /lib/firmware/2.6.25-2-386 hineinkopiert und das Notebook neu gestartet hatte, funktionierte die WLAN-Verbindung wieder.

Nachtrag: Bei einer Neuinstallation von Ubuntu 8.10 auf demselben Rechner funktionierte der WLAN-Zugang auf Anhieb. Zur Neuinstallation hatte ich mich entschlossen, nachdem ich entdeckte, dass auch die Tonausgabe auf diesem Notebook nach dem Update nicht funktionierte.

Nachtrag 2: Auf http://tennessee.ubuntuforums.com/showthread.php?p=6085817 habe ich jetzt einen Lösungsvorschlag gefunden, der exakt das gleichzeitige Problem der fehlenden Tonausgabe und der fehlenden WiFi-Unterstützung behandelt. Hier genügte die Installation des Pakets "linux-restricted-modules", damit sowohl die Soundkarte als auch das Funknetzwerk wieder funktionierten.