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Fliegenmade in Germany

Was passieren kann, wenn die Absicht des Werbetexters und die deutsche Sprache frontal zusammenstoßen:
Fliegenmade in Germany
Wenn ich mit der Fliegerei eine Sache überhaupt nicht assoziieren möchte, dann sind das wimmelnde weiße Fliegenmaden.

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Kommentare

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Maschinenblogger am :

Auch wenn ich dem Trend "durch englische Ausdrücke einem Produkt mehr Wertigkeit" zu verleihen ablehnend gegenüberstehe und Wintersales meide wie der Teufel das Weihwasser :

"Made in Germany" wurde für Waren, die in Deutschland gefertigt werden, schon vor dem ersten Weltkrieg als Qualitätsaussage genutzt und gerade im Maschinenbau gilt ein "Made in Germany" auch heute noch als bestes Verkaufsargument.

Insofern ist die Mischung (Produktname + made in Germany) vielleicht der erste Anglizismus überhaupt mit über 100jähriger Tradition und verliert seine Wirkung wenn man versucht es einheitlich in einer Sprache abzufassen.

Wenn es Kritikpunkte gibt dann :

1) Fliegen (oder sich fliegen lassen) ist keine Ware oder Produkt und somit kein Made in Germany wert.

2) Wer schon einmal mit AirBerlin, Germanwings oder sonstigem geflogen ist fühlt sich eher wie auf einem Viehtransport anstatt in der Premiumklasse das bestmögliche zu haben.

Eigentlich zeigt es nur, dass Werbe keine Hemmungen haben ein unterdurchschnittliches Produkt gnadenlos aufzuwerten - und auch wenn es darum geht den aufwertenden Begriff langfristig zu beschädigen.

Ist wie Premium (Konfitüre, Brötchen, Wurst) oder "Hausgemacht" oder was auch immer, das durch massive Benutzung jede Wertigkeit verloren hat, weil das dahinter stehende Produkt einfach mies ist.

Martin Vogel am :

Das ist zweifellos korrekt. Man sollte aber als Texter schon darauf achten, dass die Wörter "FLIEGEN" und "MADE" nicht direkt hintereinander stehen. Die Assoziation wimmelnder weißlicher "Würmer" passt nicht zum Selbstbild einer Fluggesellschaft.

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