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Kommentare zum Python-3-Buch

Im letzten Semester habe ich erstmals mein Buch „Grundlagen der Ingenieurinformatik mit Python 3“ online gestellt. Das Buch steht unter einer Creative-Commons-Lizenz und darf (bei Namensnennung) beliebig weitergegeben werden. Das führt nun dazu, dass es auch von vielen außerhalb der eigentlichen Zielgruppe (den Bauingenieurstudenten der Hochschule Bochum) gelesen wird. Mich interessiert, wie jemand den Text wahrnimmt, der nicht die dazu gehörende Vorlesung besucht hat. In der PDF-Datei befindet sich daher auf der letzten Seite ein Link auf diesen Blogeintrag mit der Bitte um Kommentare – zu denen ich hiermit herzlich einlade.

Ubuntu 11.04: Notebook-Auflösung nur noch 640x480 Pixel

Auf einem etwas älteren Notebook mit Intel-Grafik (82852/855GM) schaltete Ubuntu 11.04 mit Erscheinen des Anmeldebildschirms auf eine Auflösung von 640x480 Pixeln. Diese Auflösung ließ sich über das Menü „System – Einstellungen – Bildschirme“ (gnome-display-properties) nicht ändern. Dort existierte kein anderer Eintrag als „640x480“ in der Liste der verfügbaren Auflösungen.

Die Lösung für das Problem ist ein bisschen kryptisch, aber schnell erledigt. Benötigt werden die beiden Programme xrandr und cvt.

Zuerst einmal müssen wir die interne Bezeichnung der Grafikausgabe herausfinden. Wir starten ein Terminalfenster (Strg-Alt-T) und geben dort ein:

xrandr

Normalerweise erscheint nun eine ziemlich lange Liste mit zahlreichen Auflösungsparametern. Im Falle des alten Notebooks waren es gerade einmal drei Zeilen. Im Moment interessiert uns nur das erste Wort der zweiten Zeile. Dort steht so etwas wie „VGA1 connected“, „LVDS1 connected“ oder „default connected“. Hier war es „LVDS1“ – diese Bezeichnung merken wir uns für später.

Nun müssen die geeigneten Bildschirmparameter für die gewünschte Auflösung (diese ergeben die sogenannte „Modeline“) ausgerechnet werden. Das geschieht mit dem Programm cvt oder gtf. Diesem wird die vorhandene Breite und Höhe des Bildschirms mitgeteilt und es gibt die dazugehörige Modeline zurück. Wer möchte, kann als dritten Parameter auch die Bildwiederholfrequenz angeben. Der Standardwert ist 60 und für alle LCD-Bildschirme gut geeignet.

Das betreffende Notebook hat noch die klassische XGA-Auflösung mit 1024×768 Bildpunkten:

cvt 1024 768

Heraus kommt dann vielleicht so etwas wie „Modeline "1024x768_60.00“ 63.50 1024 1072 1176 1328 768 771 775 798 -hsync +vsync“ oder ähnlich. Nimmt man gtf anstelle von cvt, können die errechneten Werte unwesentlich abweichen. Diese Modeline teilen wir xrandr als neu hinzuzufügende Auflösung mit, indem wir alles hinter dem Wort „Modeline“ kopieren:

xrandr --newmode "1024x768_60.00“ 63.50 1024 1072 1176 1328 768 771 775 798 -hsync +vsync

Das Kopieren geht übrigens auch im Terminalfenster ganz einfach mit der Maus: Markieren mit Überstreichen des Textes mit gedrückter linker Maustaste, Einfügen mit der mittleren Maustaste.

Nachdem die neue Auflösung eingerichtet wurde, können wir sie aktivieren. Hier kommt die oben gemerkte Bezeichnung (LVDS1 oder was auch immer) ins Spiel:

xrandr --addmode LVDS1 1024x768_60.00

Unmittelbar nach Drücken der Enter-Taste sollte sich die Auflösung umstellen. Wer möchte, kann noch beliebig viele weitere Auflösungen nach diesem Schema hinzufügen, zum Beispiel für externe Monitore oder Datenprojektoren („Beamer“).

Damit die Einstellungen dauerhaft beibehalten werden, lassen sie sich in die Datei /etc/X11/xorg.conf eintragen. Hierzu gibt es aber bereits so viele Anleitungen, dass ich mir diesen Teil nun spare.

Wie man LibreOffice 3.3 beta auf Deutsch in Ubuntu Linux 10.10 installiert

Der Name eines meiner Lieblingsprogramme scheint das Opfer einer sehr seltsam laufenden Firmenübernahme geworden zu sein. OpenOffice.org war ein Projekt, das von der Firma Sun als Hauptsponsor unterstützt wurde. In Hamburg beschäftigte Sun mehrere Entwickler, die sich um die Weiterentwicklung des freien und quellenoffenen Bürosoftwarepaketes kümmerten. Zahlreiche Freiwillige trugen weltweit zusätzlich zur Verbesserung der Software bei. Vor einiger Zeit wurde Sun von Oracle aufgekauft. Aus unterschiedlichen Gründen verließen danach mehrere bezahlte Entwickler und fast alle (zumindest habe ich den Eindruck) freiwilligen Helfer das Projekt. Um weiterarbeiten zu können, gründeten sie die Stiftung "The Document Foundation" und benannten das Programm in "LibreOffice" um, da Oracle die (durchaus legal erworbenen) Namensrechte zur Vermarktung weiternutzen will.

Lange Vorrede, kurzer Hauptteil:

Traditionell gibt es natürlich auch weiterhin Installationsanleitungen für Ubuntu Linux. Zukünftig eben nicht mehr für OpenOffice.org, sondern für seinen Nachfolger LibreOffice …

  1. LibreOffice 3.3 beta 2 herunterladen. Je nach Betriebssystemversion als rund 180 Megabyte großes Archiv mit 64-Bit- oder 32-Bit-DEB-Paketen.

  2. Nach dem Download das Archiv auspacken: in Nautilus mit der rechten Maustaste auf die Archivdatei (diese heißt als 32-Bit-Version beispielsweise LibO_3.3.0_beta2_Linux_x86_install-deb_en-US.tar.gz) klicken und "Hier entpacken" wählen.

  3. Wer keine Probleme damit hat, ein Terminalfenster zu öffnen und Verzeichnisse zu wechseln, kann zum nächsten Schritt weitergehen. Alle anderen drücken jetzt am besten gleichzeitig die Tasten Strg, Alt und T (in der Schweiz: Ctrl, Alt und T). Es öffnet sich ein Terminalfenster, das bereit ist, Shellkommandos entgegenzunehmen. Wir wechseln zuerst einmal in den Ordner "Downloads": cd Downloads. Falls die heruntergeladenen und ausgepackten Dateien nicht dort, sondern auf dem Desktop liegen, geben wir stattdessen cd Desktop ein. Nun wechseln wir noch in das Verzeichnis en-US und darin in das Verzeichnis DEBS: cd en-US/DEBS

  4. Im Verzeichnis mit den ganzen ausgepackten DEB-Dateien (…/en-US/DEBS) ein Terminalfenster öffnen und sudo dpkg -i *.deb eingeben. Die Betaversion von LibreOffice 3.3 wird dann installiert. Ein bestehendes, über den Paketmanager installiertes, OpenOffice 3.2 scheint dabei trotz entsprechender Hinweise auf der LibreOffice-Website nicht überschrieben zu werden.

  5. Den "dpgk"-Befehl kann man im Unterzeichnis "desktop-integration" noch einmal wiederholen. Damit werden die Menüeinträge unter "Anwendungen – Büro" angelegt.

  6. Um deutsche Menüs und Hilfetexte zu erhalten, ist abschließend noch das Paket "LibO_3.3.0_beta2_Linux_x86_langpack-deb_de.tar.gz" (32 Bit) beziehungsweise "LibO_3.3.0_beta2_Linux_x86-64_langpack-deb_de.tar.gz" (64 Bit) herunterzuladen und wie zuvor via "sudo dpkg …" (wiederum im Verzeichnis …/DEBS des ausgepackten Archivs) zu installieren.


Wenn alles geklappt hat, sollte sich das Programm wie folgt melden:
LibreOffice Screenshot
Das deutschsprachige Startmenü von LibreOffice 3.3 in der zweiten Betaversion.

Kommentare sind wie immer erwünscht.

Wie man OpenOffice 3.3 (Beta) in Ubuntu 10.04 installiert

So, die Beta von OpenOffice 3.3 ist raus und traditionell gibt es dazu hier eine Installationsanleitung.
  1. OpenOffice 3.3 beta herunterladen. Je nach Betriebssystemversion als rund 160 Megabyte großes Archiv mit 64-Bit- oder 32-Bit-DEB-Paketen.

  2. Nach dem Download das Archiv auspacken: in Nautilus mit der rechten Maustaste auf die Archivdatei (diese heißt als 32-Bit-Version beispielsweise OOo-Dev_3.3.0beta1_Linux_x86_install-deb_en-US.tar.gz) klicken und "Hier entpacken" wählen.

  3. Im Verzeichnis mit den ganzen ausgepackten DEB-Dateien ein Terminalfenster öffnen und sudo dpkg -i *.deb eingeben. OpenOffice 3.3 wird dann installiert. Ein bestehendes OpenOffice 3.2 wird dabei nicht überschrieben.

  4. Da die Beta nicht im Menü eingetragen wird, kann nun noch ein Starter neu angelegt werden, der auf das Hauptmenü von OpenOffice verweist. In das Feld "Befehl" des Starters ist dazu "/opt/ooo-dev3/program/soffice" einzutragen.

Kommentare sind wie immer erwünscht.

Wie man die Fenster-Buttons in Ubuntu Linux wieder von links nach rechts bekommt

Das neue Ubuntu Linux 10.04 (Lucid Lynx) bringt einige Umgestaltungen der Benutzeroberfläche mit sich. Insgesamt ist der neue Desktop sehr aufgeräumt und ansprechend, doch zwei Dinge gefallen mir nicht. Zum einen die invertierten Menüs (ich bevorzuge dunkle Schrift auf hellem Hintergrund) und zum anderen der Wechsel der Window-Buttons mit den Symbolen zum Minimieren, Maximieren und Schließen eines Fensters von rechts nach links.

Der Modegag mit den invertierten Menüs (mit grauer Schrift auf schwarzem Hintergrund haben sich bereits Microsoft und Autodesk bei mir unbeliebt gemacht) lässt sich zum Glück sehr schnell wieder rückgängig machen (System – Einstellungen – Erscheinungsbild). Besonders lästig jedoch finde ich die Idee, die Icons der Fenstersteuerelemente von rechts oben nach links oben zu bewegen.

Jaaa, ich weiß, Apple macht es auch so, und man kann sich daran gewöhnen, und vielleicht stelle ich mich auch irgendwann einmal um, aber heute will ich bitteschön meine Fensterknöpfe da haben, wo ich es gewohnt bin.

Die Lösung lässt sich für beliebige Themen mit einer einzigen in ein Terminalfenster oder in die mittels Alt-F2 aufrufbare Ausführungsbox eingetippten Textzeile herbeiführen:

gconftool-2 --type string --set /apps/metacity/general/button_layout "menu:minimize,maximize,close"

Wer ein grafisches Tool zum Ändern der Icon-Ausrichtung bevorzugt, findet es mit dem gconf-editor.

Um den "Mac-Look" irgendwann mal wieder zu aktivieren, setzt man einfach wieder "close,minimize,maximize:menu" ein. Vielleicht gibt es ja demnächst mal einen einfachen Schalter, mit dem die Fensterknöpfe unkompliziert nach links oder rechts gesetzt werden können. Dann wäre es auch für diejenigen Nutzer, denen es ein wenig unheimlich ist, zauberformelartige Zeilen in unbekannte Fenster zu tippen, ein Leichtes, einmal Alternativen zu gewohnten Bedienelementvorgaben auszuprobieren.

Nachtrag (4. Mai 2010): Es sieht so aus, als sei für die endgültige Version von Lucid Lynx eine themenabhängige Regelung gefunden worden. Das Standardthema "Ambiance" sowie die beiden Themen "Radiance" und "Dust" haben die Fensterknöpfe links und die Themen "Clearlooks", "Dust Sand", "Hoher Kontrast" und "Neue Welle" verwenden die klassische Anordung. Auch die zusätzlichen Themen "Crux", "Dunst", "Glanz" und "Glider" (mein persönliches Lieblingsthema) aus dem Paket "gnome-themes" haben die Buttons zum Verkleinern, Vergrößern und Schließen des Fenster wie gewohnt auf der rechten Seite. Es freut mich sehr, dass diese pragmatische Lösung umgesetzt wurde, denn mein Vorschlag auf Ubuntu Brainstorm, genau so vorzugehen, erhielt dort vorwiegend ablehnende Stimmen.

Nachtrag (18. Januar 2012): Wer die Gnome-Shell aus Gnome 3 dem Unity-Ansatz vorzieht, hat zwar rechts oben einen Schließen-Knopf, jedoch fehlen die Standardfelder zum Minimieren und Maximieren. Dies lässt sich mit folgender Zeile erreichen:

gconftool-2 -s -t string /desktop/gnome/shell/windows/button_layout ":minimize,maximize,close"

Drei ButtonsNachtrag (19. Oktober 2012): Wieder einmal wurde das Verfahren geändert, um die Fensterknöpfe nach eigener Vorstellung anzuordnen. Ab Ubuntu Linux 12.04 führt unter Gnome 3 folgender Befehl zum Ziel:

gsettings set org.gnome.shell.overrides button-layout ':minimize,maximize,close'

Nachtrag (20. Oktober 2012): Um die drei Buttons in Ubuntu Linux 12.10 mit Unity wiederzubeleben, soll folgende Shell-Eingabe wirken:

gsettings set org.gnome.desktop.wm.preferences button-layout ':minimize,maximize,close'

3D-Bilder selbstgemacht

Anaglyphenbrille
Anaglyphenbrille für 3D-Stereogramme aus c't 15/2009
Dass Google seine 3D-Straßenansicht im April 2010 nach nur einer Woche vorübergehend wieder eingestellt hat, war schade, denn die 3D-Fotografie ist eine interessante Sache, die man mit wenig Aufwand selbst betreiben kann. Alles, was man dazu benötigt, sind eine Digitalkamera, ein PC und eine Anaglyphenbrille. Einfache Rot-Cyan-Pappbrillen gibt es manchmal als Zeitschriftenbeilagen und mit ein bisschen Glück für rund einen Euro beim Optiker. Bessere Ausführungen mit Gläsern anstelle von Folien sind auch nicht viel teurer.

Die Software zur Erstellung von Anaglyphenbilder ist kostenlos und hört auf den Namen Gimp. Das "GNU Image Manipulation Program" erlaubt die wichtige Zerlegung eines Fotos in die Farbkomponenten Rot, Grün und Blau und das Zusammensetzen dieser Komponenten aus zwei Bildern.

Fossil
Das rechte Foto wird später zur blaugrünen Komponente des Stereobildes.
Fossil
Das linke Foto des Stereobildpaares. In dem zusammengesetzten Anaglyphenbild wird es als Rotkomponente erkennbar sein.
Um einen realistischen räumlichen Eindruck zu erzeugen, benötigt man zwei Fotos aus leicht unterschiedlicher Kameraposition. Am natürlichsten wirken die Ergebnisse, wenn die beiden Fotos mit einem seitlichen Versatz von sieben bis acht Zentimetern aufgenommen werden, was in etwas dem menschlichen Augenabstand entspricht. Ein Stativ ist hilfreich; hat man gerade keins dabei, genügt es auch, die Kamera vor die Augen zu halten und ein wenig das Gewicht zu verlagern. Beide Füße bleiben dabei auf dem Boden stehen. Bei der ersten Aufnahme konzentriert man das Körpergewicht auf dem linken Fuß und bei der zweiten Aufnahme auf dem rechten Fuß. Der Kopf bewegt sich dabei automatisch um die richtige Entfernung von links nach rechts. Dabei sollte man darauf achten, dass der Bildausschnitt der Kamera möglichst identisch bleibt. Der Kamerablitz darf nicht verwendet werden.

Als Beispiel habe ich einmal zwei Fotos von einem fossilen Ammoniten angefertigt. Das linke Bild wird später zur Rotkomponente des Anaglyphenbildes, das rechte Fotos enthält die Komponenten Grün und Blau, die sich zu Cyan ergänzen.

Gimp
So sieht der Dialog "Farben – Komponenten – Zusammensetzen" in Gimp aus, nachdem die rote Ebene des linken Fotos ausgewählt wurde,
Beide Bilder werden in Gimp geöffnet. Mit der Funktion "Farben – Komponenten – Zerlegen" werden die Bilder in die RGB-Grundfarben zerlegt. Es entstehen zwei Schwarzweißbilder mit jeweils drei Ebenen, die fast identisch aussehen. Im zweiten Bild wählen wir nun die Funktion "Farben – Komponenten – Zusammensetzen". Es werden die Namen der drei Ebenen des rechten Fotos angezeigt. Im Eintrag für die oberste Ebene wählen wir die korrespondierende Ebene des linken Fotos aus. Nach Anklicken von "ok" ist das 3D-Stereogramm fertig und kann mit einer Rot-Cyan-Anaglyphenbrille betrachtet werden.

3D-Stereogramm
Das Anaglyphenbild ist nach wenigen Minuten fertig.
Wenn die beiden Ausgangsfotos stark gegeneinander verschoben sind, sodass es dem Gehirn schwerfällt, die beiden Bildkomponenten zur Deckung zu bringen, kann die Lage der roten Ebene nachträglich noch korrigiert werden. Am einfachsten geschieht das dadurch, dass man das Anaglyphenbild wieder in einzelne Farbebenen zerlegt, die Deckkraft der roten Ebene auf 50% reduziert und diese Ebene dann solange verschiebt, bis sie sich möglichst gut mit den anderen beiden Ebenen deckt. Die Punkte der größten Übereinstimmung werden später genau in der Monitorebene liegen, die anderen Bildteile davor oder dahinter. Anschließend wird das Bild zugeschnitten (mindestens bis auf das gemeinsame Rechteck der drei Ebenen) und zuletzt werden die Komponenten wieder zusammengesetzt. Heraus kommt dann ein Bild, das in unserem Beispiel schließlich so aussieht, wie rechts. Zum Vergrößern bitte anklicken.


Nachtrag: wer häufiger stereoskopische Bilder mit Gimp zusammenstellt, findet auf gimp.org hilfreiche Skripte: http://registry.gimp.org/taxonomy/term/406

QEMU/KVM: Schrift unscharf, Fenstergröße wiederherstellen

Mit einer der letzten QEMU-Versionen kam ein scheinbar nettes Feature dazu: Die Größe des Client-Fensters lässt sich jetzt stufenlos in der Größe verändern. Alle Inhalte werden automatisch skaliert und man kann mit einem Blick einen ganzen Bildschirm voller virtueller Windows-Maschinen überwachen.

Dusseligerweise gibt es wohl keine Funktion, um die Originalgröße eines Fensters wiederherzustellen. Das ist ärgerlich, weil schon bei einem Pixel Abweichung alle Schriften unscharf und matschig interpoliert werden. Um die knackige Cleartype-Darstellung von Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 ist es dann geschehen.

Abhilfe ist mit dem praktischen Programm "xdotool" möglich. Dieses kann nicht nur beliebige Tastendrücke und Mausklicks an beliebige Fenster schicken, sondern auch jedes Fenster pixelgenau in der Größe ändern. Folgende zwei Zeilen beispielsweise setzen das QEMU-Fenster auf die Größe 1024×768 Pixel:

fenster=`xdotool search --title QEMU`
xdotool windowsize $fenster 1023 767


Der Trick besteht darin, einen jeweils um 1 geringeren Wert als die tatsächlichen Fenstermaße zu nehmen, da nicht die Höhe und Breite übergeben wird, sondern die jeweils größten x- und y-Werte, deren Zählung klassischerweise bei null beginnt.

Falls es mehrere Fenster mit dem Namen "QEMU" gibt, kann man auch alle mit einer kleinen Schleife auf die richtige Größe bringen:

fensterliste=`xdotool search --title QEMU`
for fenster in $fensterliste; do
xdotool windowsize $fenster 1023 767
done


Das Programm xdotool ist in Synaptic bereits aufgeführt und kann einfach durch Anklicken in der Paketverwaltung oder mit dem Kommando
sudo apt-get install xdotool
installiert werden.

Ein Dankeschön an Al Dimond!

Spaß mit Webfaking

Wer schon immer einmal seinen Namen auf den Titelseiten der großen Onlinemagazine stehen sehen wollte, es jedoch bisher partout nicht schaffte, irgendeinen einschlägigen Starreporter auf sich aufmerksam zu machen, surft nun einfach seine Lieblingsmeldung im Web an, gibt

javascript:document.body.contentEditable='true'; document.designMode='on'; void 0


gefolgt von einem Druck auf die Entertaste in der Adresszeile des Browsers ein und kann nun nach Herzenslust den Text der Webseite verbessern.

Vom hohen Quatschfaktor mal abgesehen zeigt diese Methode vor allem, wie nahe bei null die Beweiskraft von Bildschirmfotos im Internet ist.

Mehrere Seiten auf ein Blatt Papier drucken

Eines der Programme, das ich zu Windowszeiten sehr geschätzt hatte, war ein Pseudodruckertreiber namens FinePrint. Damit war es möglich, jeweils mehrere Seiten eines Textes auf ein einzelnes Blatt Papier zu drucken. Für Probedrucke ließ sich dadurch eine Menge Toner und Papier sparen.
Gut versteckt in den Seitenvorschau-Optionen der Textverarbeitung von OpenOffice.org 3.0 befindet sich dieser praktische Dialog für den Mehrseitendruck.
Durch Zufall entdeckte ich nun, dass eine ähnliche Funktion bereits seit der Version 1.0 im Textverarbeitungsmodul "Writer" von OpenOffice.org enthalten ist. Seltsamerweise ist der Einstellungsdialog dazu weder im Druckmenü noch in den Seiteneinstellungen zu finden, stattdessen befindet er sich gut versteckt in den Optionen der Seitenvorschau. Die Funktion ist recht praktisch und gut konfigurierbar. Es lässt sich einstellen, ob die Seiten im Hoch- oder Querformat angeordnet werden sollen, die Anzahl von Reihen und Spalten kann frei gewählt werden und ebenso die Rand- und Zwischenabstände. Selbst 21 Seiten auf ein einziges Blatt zusammenzufassen, ist kein Problem. Um diese Spickzettel anschließend noch lesen zu können, sind allerdings ein sehr guter Drucker und sehr gute Augen notwendig. Die Grenze liegt sogar bei 200 Seiten (10 Zeilen und 20 Spalten) pro Blatt.

Lesenswerte Texte und sehenswerte Videos zum Thema "Präsentationen"

Anleitungen und Tutorials


Videos
Alle bisher von mir gefundenen Videos sind leider durchgängig in englischer Sprache. Ist in Deutschland etwa niemand in der Lage, solche Lehrfilme zu erstellen und zu Google Video hochzuladen?

Wie man einen Webauftritt mit Powerpoint gestalten kann, zeigt das professionell gemachte Video "MS PP and Open Office: Design 1" von LearnIT.org.


Das Erzeugen von Flash-Präsentationen lernen Sie in "How to OpenOffice Exporting Flash/SWF Files From Impress"


Professionelle Hilfe will der Screencast "PowerPoint and OpenOffice Impress Tips and Tricks" bieten.


Eine Einführung in grundlegende Techniken verspricht das "OpenOffice.org Impress Tutorial".


Und zum Schluss noch ein Link auf ein YouTube-Video: Impress Tutorial Part 1


Wer weitere Videos (vor allem deutschsprachige!) findet, darf sie hier gerne vorstellen. Die Kommentarfunktion steht zur Verfügung.