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Die Angst der Internetausdrucker vor dem Google

Die von Presse und Politik herbeigeredete Ablehnung von Google Street View treibt skurrile Blüten. In Fefes Blog erschien jetzt ein Link auf einen Artikel der Rheinischen Post. Die im Artikel mit vollem Namen(!) genannten Bürger Ludwig H. (83), Konrad R. sowie Anne und Erich J. wollen nicht, dass ihre Privatsphäre durch Google Street View verletzt wird. Deshalb stellten sie sich vor ein Haus in Düsseldorf-Wersten und ließen sich vom Fotografen dort für ein Internetfoto ablichten, auf dem neben allen Gesichtern sogar die Hausnummer erkennbar ist. Alles weitere steht im Telefonbuch und im Branchenbuch, sogar dass in dem abgebildeten Wohnhaus auch ein Ingenieurbüro seinen Platz hat.

Der besondere Witz ist, dass ihre Häuser mutmaßlich gar nicht in Google Street View erfasst werden, weil die Eingangsfassaden nur von einem Fußweg aus einsehbar sind, der vom Kamerawagen gar nicht befahren werden kann. Lediglich die der Straße zugewandte Giebelwand von Haus Nummer 43 wird, wenn überhaupt, in Street View zu sehen sein. Die Häuser 47 und 53 der anderen Beschwerdeführer dagegen sind von der Fahrbahn des Mendelwegs aus gar nicht zu sehen, wie das Video auf e-rent.de deutlich zeigt.

Wer erklärt diesen netten alten Herrschaften jetzt, was SWIFT, ELENA, Vorratsdatenspeicherung, DNS-Sperren, Mautbrücken, Reifendrucksender und biometrische Ausweisdaten sind?
Warum nicht?

16 Schachtzeichen auf einem Foto

Bei herrlichem Pfingstwetter startete gestern die Aktion "Schachtzeichen". An rund 300 ehemaligen Zechenstandorten steigen bis zum 30. Mai täglich 3,5 Meter große Fesselballone auf und markieren wie Pinnwandnadeln die Vergangenheit des Ruhrgebiets.

In Google Earth kann man die 4.400 Quadratkilometer große "Megainstallation" virtuell befliegen. Dazu muss nur die Datei Schachtzeichen.kmz heruntergeladen und doppelgeklickt werden. Das Ortsmarkensymbol ist aus einem echten Ballonfoto hergestellt worden.

Von geeigneten Orten lassen sich eine Vielzahl von Ballonen gleichzeitig beobachten. Auf der Halde Gotthelf in Hombruch zählten wir gestern 13 mit bloßem Auge sichtbare Schachtzeichen. Mit einem Fernglas oder Teleobjektiv sind aber noch mehr der 80 Meter hohen Markierungen zu entdecken. Allein auf dem Panoramafoto von Eichlinghofen (ungefähr 53,6 Grad horizontaler Blickwinkel) fand ich schon 16 Ballone (vier davon sind recht schwer zu entdecken, daher war in der Überschrift zunächst nur von 12 Schachtzeichen die Rede). Insgesamt müssen von den "Hombrucher Alpen" aus bestimmt über 30 der gelben Heliumballone sichtbar sein.

Das Original des Panoramas ist 36 Megapixel groß.
Das 8,6-Megapixel-Panorama aus 29 Aufnahmen lässt sich durch Anklicken des Vorschaubildes herunterladen. Damit nicht nur ein blauer Strich zu sehen ist, habe ich die Vorschau mit dem Gimp-Plugin "Liquid Rescale" auf 10% ihrer Breite zusammengeschoben.

Die Zechenbezeichnungen im Panorama sind ohne Gewähr. Ich habe die nach der Karte auf Schachtzeichen.de wahrscheinlichsten Standorte herausgesucht; in einigen Fällen scheint der Ballon aber hunderte von Metern abseits der geplanten Stelle zu stehen.

Das digitale Dortmund-Modell in Google Earth

Eine unbekannte Zahl von Freiwilligen hat sich in der letzten Zeit damit befasst, Luftbilder und Fotos Dortmunder Bauwerke zu 3D-Modellen zu verarbeiten. Die Früchte dieser Arbeit können nun in Google Earth bestaunt werden. Durch die Verwendung der echten Gebäudefotos entsteht ein beeindruckend realistischer Eindruck von der Hauptstadt Westfalens.


Eine Reise zur Grenze des bekannten Universums

Das Amerikanische Museum für Naturgeschichte (AMNH) hat eine wundervolle Animation produziert, die mal eben von der Erde über unser Sonnensystem, unsere Galaxis und die ältesten Quasare zur Grenze von Raum und Zeit führt. Die Größenverhältnisse treiben einem denkenden Menschen die Tränen in die Augen.

Der Film ist Teil der neuen Ausstellung "Visions of the Cosmos: From the Milky Ocean to an Evolving Universe" im Rubin Museum of Art in Manhattan (noch bis Mai 2010).


Gefunden auf http://www.starobserver.org/ bzw. http://apod.nasa.gov/

Bei dieser Gelegenheit begrüße ich meinen neuen Blogleser Erich von Däniken. Danke für den Link.

Großbrand: Feuer in Dortmund-Dorstfeld

In Dortmund-Dorstfeld brennen die Werkstatt und mehrere Lagerhallen beim Ford-Autohaus Kroymans/Ebbinghaus an der Arminiusstraße. Laut Twittermeldungen gab es eine Explosion bei Lidl. Es sind wohl auch mehrere Autos bei Ebbinghaus explodiert. Die Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Es werden derzeit Messungen durchgeführt, um welche Schadstoffe es sich in der riesigen schwarzen Rauchwolke handelt. Radio Dortmund berichtet unter 91,2 MHz.

Share photos on twitter with TwitpicBrand in Dortmund, aber wo? Vom Stadion aus Richtung NW fotog... on Twitpic#brand in #dortmund #rauch on Twitpic


Twittermeldungen Suchwort "Dorstfeld"
Meldung der Ruhrnachrichten und längerer Bericht
Bericht des WDR
Kurzmeldung auf derWesten.de
Fotos von in-Stadtmagazine.de
Fotos von Ricardo Zelisko
Fotos von Franz Luthe (derWesten.de)
Polizeibericht

Hochwasser-Luftbilder der Dortmunder Polizei decken Ursache für lange Überflutung auf

Es war wohl der stärkste Regen der letzten 100 Jahre, der am Samstag auf Dortmund niedergegangen ist – bis zu 200 Liter pro Quadratmeter in drei Stunden. Normal sind rund 80 Liter pro Quadratmeter für den gesamten Juli. Im Stadtteil Marten stand das Wasser gestern immer noch auf den Straßen. Auf den Luftbildern der Dortmunder Polizei erkennt man den Grund: das Wasser kann nicht auf natürliche Art abfließen, weil der Vorfluter (die Emscher bzw. ihre Zuläufe Roßbach, Oespeler Bach und Schmechtingsbach) höher liegt als der überflutete Stadteil. Dieser hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht zuletzt durch die emsige Umsetzung von Subventionsgeldern zu Landschaftsschäden immer mehr abgesenkt und läge längst dauerhaft auf dem Grund eines Süßwassersees, wenn nicht leistungsfähige Pumpwerke den Grundwasserspiegel wieder unter die Geländeoberfläche absenkten (durch die emsige Umsetzung von Ewigkeitskosten zu Pumparbeit). Zwei der drei Pumpen, die den Martener Polder am Absaufen hindern sollen, fielen am Samstag bei einer Förderleistung von 5000 (6000?) Litern pro Sekunde aus, weil das Pumpwerk wegen mutmaßlicher Baumängel überflutet wurde (Quelle: Ruhr Nachrichten).

Siehe auch: DerWesten.de – Ohne Pumpen geht halb Dortmund unter