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Responsive Design

Ein kleines Softwareupdate zieht manchmal ganz unerwartete Änderungen nach sich. Mein Webhoster empfahl dieser Tage dringend, von PHP 5.2 auf PHP 5.5 umzusteigen. Leider produzierte anschließend dieses Blog haufenweise Fehlermeldungen. Glücklicherweise hatten sich die Serendipity-Entwickler schon längst darum gekümmert und eine neue Version zur Verfügung gestellt. Bei der Gelegenheit entdeckte ich, dass es für Serendipity nun auch eine Layoutvorlage gibt, die den Anforderungen des sogenannten Responsive Designs entspricht. Das heißt, dass sich das Layout dynamisch an die Größe des Ausgabegerätes anpasst – bis hin zum Weglassen unpassend großer Designelemente wie zum Beispiel der Kopfgrafik.
Ein ganz großes Dankeschön daher an dieser Stelle an das Developer-Team rund um Garvin Hicking und ganz besonders an Matthias Mees und Veit Lehmann für die Styles-Template „2k11“!

Und es geschah …

Vor ein paar Tagen postete ich auf Google+ ein Foto von mir, das etwas tat, was Fotos von mir üblicherweise nicht zu tun pflegen: es wurde viral. Innerhalb von wenigen Tagen wurde es tausendfach geteilt und noch öfter geklaut, unter falschem Namen und in schlechterer Qualität wieder hochgeladen und weiterkopiert. Dass das unter anderem ausgerechnet über einen Webauftritt einer politischen Gruppierung geschah, die ich bisher immer als Sprecher für die Rechte der Urheber wahrgenommen hatte, fand ich sehr ernüchternd. Ernüchternd war für mich auch, welch unklare Vorstellungen viele Nutzer sozialer Netzwerke vom Urheberrecht haben. Das ging hin bis zu Beschimpfungen, ich hätte doch das Bild als urheberrechtlich geschützt kennzeichnen müssen, damit es nicht wild weiterkopiert würde. Äh, nein, hätte ich nicht. Ein Foto ist immer durch das Urheberrecht geschützt und darf niemals einfach weiterkopiert werden. Aber egal, abgesehen von den Fällen, wo wirklich unerträglich schlechte Kopien geteilt wurden oder falsche Urheberangaben gemacht wurden, ließ ich die Kopierenden gewähren.

Eines jedoch störte mich wirklich: dass nämlich das Bild einen Rechtschreibfehler enthält. Ich hatte für das Bild den Font „Libris“ aus der GNU/Linux-Distribution Ubuntu verwendet. Dieser Font hat dummerweise in der von Ubuntu 13.10 verwendeten Version 0.20090423-2 einen etwas skurrilen Bug bei seinen Ligaturen. Jedes geschriebene Doppel-s wird vom Font als „ß“ dargestellt – selbst bei Wörtern wie „Aussehen“, was ein wenig dämlich „außieht“. Die neueste Version des Fonts hat den Bug nicht mehr, sodass nun auch eine korrekte Fassung des Bildes möglich ist.

St. Hedwig in Paderborn bei Nacht

Der Text „Und es geschah also, dass zu jener Zeit des Jahres alle Söhne und Töchter an die Stätte ihrer Geburt zurückkehrten, damit sie die IT-Probleme ihrer Eltern richteten.“ geht dabei auf einen Tweet von Tim Robinson zurück: „And it came to pass, at that time of year, sons & daughters would return to their place of birth to sort their parents IT problems out...“

Völlig unnötigerweise, aber auf vielfachen Wunsch, ist nun auch ein Urheberrechtshinweis im Foto enthalten. Wer’s braucht …

Domain-Weltkarte für die Kinderkrebsstiftung

Ein grafisch sehr ansprechende Weltkarte mit allen Internet-Ländercodes (cc-Topleveldomains) im Format 114 cm × 70 cm gibt es derzeit im Rahmen einer Aktion zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Von jeder verkauften Karte gehen 10 Euro an die Stiftung.

Das Poster in wasserabweisend kaschierter 250-Gramm-Qualität ist beidseitig bedruckt – jeweils mit einer hellen und einer dunklen Variante der Karte.

https://www.checkdomain.de/domain-weltkarte/

Die „country code top level domain“ einer URL zeigt an, in welchem Land ein Internetauftritt formal beheimatet ist. Häufig stimmt das über die ccTLD bezeichnete Land mit dem Serverstandort und der Nationalität des Betreibers überein. Die ccTLD „.de“ steht beispielsweise für „Deutschland“. Einige Länder, insbesondere kleinere Inselstaaten mit interessanten Abkürzungen, vergeben jedoch auch Domainnamen mit ihrer ccTLD an ausländische Einrichtungen. Das langsam im Pazifik versinkende Tuvalu ist wegen seiner ccTLD „.tv“ besonders bei Fernsehanstalten beliebt und zahlreiche deutschsprachige Amateurhomepages sind aufgrund der Adressenendung „.de.cc“ scheinbar auf den Kokosinseln beheimatet.

Quelle: http://lexikon.martinvogel.de/cctld

Tastenkombination für Gnome-Do dauerhaft ändern

Gnome-Do ist ein praktisches Universalwerkzeug, um schnell auf beliebige Dateien, Programme oder Funktionen zuzugreifen.
Aufgerufen wird es standardmäßig mit der Tastenkombination <super>-space, also der Windowstaste gemeinsam mit der Leertaste.
Will man das ändern, so zeigt sich, das zumindest die deutsche Version 0.8.5 des Programms sich unter Ubuntu Linux 12.04 gegen jede Änderung sträubt.
Das Programm schreibt die neue Tastenkombination zwar in die Gnome-Konfiguration, liest sie beim nächsten Start jedoch von ganz anderer Stelle wieder ein.
Geschrieben wird der Konfigurationseintrag /apps/gnome-do/preferences/Do/Platform/Common/AbstractKeyBindingService/Do_starten und gelesen wird aus /apps/gnome-do/preferences/Do/Platform/Common/AbstractKeyBindingService/Summon_Do – offensichtlich war da jemand etwas zu schwungvoll beim Übersetzen.
Beheben lässt sich das Missgeschick mit dem Programm gconf-editor – hier muss der richtige Eintrag von (…)/Do_starten nach (…)/Summon_Do kopiert werden.

Wie kann man alle Google-Fonts auf einmal herunterladen?

True Type Font Schriftproben
Googles Online-Office enthält hunderte ansprechende Schriftarten.
Google Drive (vormals Google Docs) ist eine praktische Sache. Man kann gleichzeitig mit anderen Personen an einem Text, einer Zeichnung oder einer Tabelle arbeiten, man kann weltweit auf seine aktuellen Dateien mit beliebigen Rechnern und sogar dem Smartphone zugreifen und man entdeckt früher oder später, dass das Online-Officepaket eine riesige Auswahl größtenteils sehr ansprechender Schriftarten enthält. All diese Schriftarten unterliegen einer offenen Lizenz und können von Googles Website heruntergeladen werden.

Die Fontdateien im True-Type-Format befinden sich im Google-Font-Verzeichnis auf googlecode.com. Wer mit der Kommandozeile umgehen kann, hat es nun leicht, alle 1072 TTF-Dateien aus den 540 Ordnern rekursiv herunterzuladen:

wget -r -nd http://googlefontdirectory.googlecode.com/hg/ofl/ -P Googlefonts -A ttf

Wget durchsucht dabei sämtliche Unterverzeichnisse des Fontverzeichnisses auf Googles Server und lädt alle TTF-Dateien, die es dort findet, in den neuen Ordner „Googlefonts“ herunter. Nach einigen Minuten sollten sich dort über tausend True-Type-Dateien mit der Dateiendung .ttf befinden. Windows-Anwender müssen vorher vermutlich zuerst einmal das Programm Wget installieren, das unter Linux zur Standardausstattung gehört. Sie finden das Setup-Programm für Wget bei Sourceforge.

Wer sich die Arbeit mit Wget sparen will, kann auch auf das Werk von Joe Maller zurückgreifen. Dieser lädt regelmäßig den aktuellen Inhalt der Schriftartensammlung herunter, packt ihn zu einer Archivdatei zusammen und bietet diese über seine Website zum Download an.

Gemeindeverwaltung verbietet Schülerin Essensfotos

Wie viele andere auch habe ich vor einiger Zeit die wundervolle Aktion der neunjährigen Schülerin Martha Payne verfolgt, die sich wegen der häufigen Haare im Schulessen und dessen Portionsgrößen entschlossen hatte, täglich ein Foto ihres Kantinenessens in der Lochgilphead Primary School mit einer kurzen Beschreibung zu posten. Ihr Blog wurde über zwei Millionen Mal aufgerufen und sie konnte damit tausende Pfund für eine Wohltätigkeitsorganisation sammeln, die weltweit Schulspeisungen in von Armut betroffenen Gebieten organisiert.

Bildschirmfoto des Blogs NeverSeconds
In den letzten Einträgen dokumentierte das Mädchen vor allem, wie sehr sich das Essen verbessert hat.
Die Gemeindeverwaltung Argyll and Bute Council bettelt nun um weltweite Aufmerksamkeit und Shitstorms, indem Sie dem Mädchen verbot, weiterhin Essensfotos auf ihrem Blog NeverSeconds zu veröffentlichen.

Thunderbird-Suche mit Google statt Bing

Bei Programmen, die man seit „ewigen Zeiten“ im Einsatz hat, geschieht es gelegentlich, dass bei einem Update neue Funktionen hinzugefügt werden, die dann lange Zeit völlig unbemerkt bleiben. So erging es mir mit der Funktion „Websuche“ in Thunderbird, die dort schon seit Version 10 vorhanden ist und seitdem immer dann erscheint, wenn man einen markierten Textabschnitt mit der rechten Maustaste anklickt. Unangenehm überrascht war ich allerdings davon, dass sich nach dem Klick ein neuer Tab mit Suchergebnissen ausgerechnet aus Microsofts Suchmaschine Bing öffnete, die mir bisher nicht unbedingt durch außergewöhnlich brauchbare Ergebnisse aufgefallen ist. Eine Möglichkeit, den Suchanbieter über einen Menüpunkt in Thunderbird zu ändern, fand ich jedoch nicht. Dafür entdeckte ich im Blog von Sören Hentzschel eine Anleitung, die ich hier in leicht erweiterter Fassung wiedergebe.
Screenshot Thunderbird mit Google Search Plugin
Für die Installation zusätzlicher Suchanbieter ist ein Zwischenschritt nötig. Man muss die gewünschten Sucherweiterungen (search plugins) zuerst im Webbrowser Firefox installieren und kann sie dann mit etwas Trickserei auch für Thunderbird nutzen. Diverse Erweiterungen für die Google-Suche sind auf der Seite Mycroft Project: Google Search Plugins aufgeführt. Ich habe mich dort für das Plugin „Google Deutschland“ entschieden. Nach der Installation in Firefox kann man den kompletten Ordner „searchplugins“ aus dem Profilverzeichnis des Browsers in das Profilverzeichnis von Thunderbird kopieren. Das frisch installierte Google-Plugin taucht dort als „google-deutschland.xml“ auf. Für Thunderbird nicht benötigte Plugins, bzw. deren XML-Dateien können in der Kopie des searchplugins-Ordners wieder gelöscht werden.
Die Profilverzeichnisse von Thunderbird und Firefox findet man unter Linux in den Ordnern „~/.thunderbird“ und „~/.mozilla/firefox“. Unter Windows sind sie in den Ordnern „%APPDATA%\Thunderbird\Profiles“ und „%APPDATA%\Mozilla\Firefox\Profiles“. Die Profilverzeichnisse tragen einen zweiteiligen Namen aus einer zufälligen Ziffern- und Buchstabenkombination gefolgt von der Namenserweiterung „.default“. Es empfiehlt sich, die Anzeige versteckter Verzeichnisse zu erlauben.
Nach einem Thunderbird-Neustart kann dort unter „Einstellungen – Erweitert – Konfiguration bearbeiten“ nach „Bing“ gesucht werden und in den beiden Fundstellen browser.search.defaultenginename und browser.search.order.1 stattdessen „Google Deutschland“ eintragen. Wählt man ein anderes Search-Plugin und kennt dessen genauen Namen nicht, kann man diese aus der jeweiligen XML-Datei auslesen. Er ist dort unter dem Eintrag „os:ShortName“ zu finden.

Idipool? Idipuhl? Idpool?

Die Firma Holtzbrinck hat heute bekanntgegeben, die VZ-Netzwerke demnächst entweder einzustampfen (StudiVZ und MeinVZ) oder unter neuem Namen und leicht geändertem Konzept fortzuführen (SchülerVZ). Ich drücke der Firma beide Daumen; ein von Facebook unabhängiges Soziales Netzwerk für Schüler halte ich für wichtig. Ich frage mich nur, welcher Schüler freiwillig in ein Netzwerk mit einem so unglücklichen Namen gehen wird. „Idpool“ – wie spricht man das aus? Meine Vermutung ist, dass der neue Schülertreff bei der Zielgruppe von Anfang an „Idipool“ heißen wird und es ziemlich uncool sein wird, dort Mitglied zu sein. Ich lasse mich aber gern positiv überraschen, wenn gegen Ende des Jahres der Umzug der Mitgliederdatenbanken ins Haus steht.

VZ-Netzwerke sterben langsamer

Von November auf Dezember 2011 mussten die VZ-Netzwerke laut IVW nur 7,93% Besucherückgang hinnehmen. Der Schwund scheint sich nun doch endlich zu verlangsamen, um die Zahl der Besuche vielleicht bald durch einen Bodensatz treuer VZ-Verwender zu stabilisieren. Von Dezember auf Januar verließen sogar nur noch 4,23% der Besucher die Statistik.



Update: Zahlen für Februar existieren leider nicht, weil falsch gezählt wurde. In der zweiten Aprilwoche wird es also erst wieder die nächste Aktualisierung mit den Besuchszahlen für März 2012 geben.

Update 2: Das Diagramm hat es jetzt sogar ins Zweite Deutsche Fernsehen geschafft: Der Elektrische Reporter berichtet vom Aufstieg und Niedergang von StudiVZ, eine Geschichte in drei Akten.

Update 3: Im März ging der Niedergang dann weiter:
Diagramm der VZ-Besuche

Update 4: Kann mal jemand dem Focus mitteilen, dass ich es nicht mag, wenn jemand meine Grafiken ungefragt verwendet? Ist StudiVZ in einer Woche tot?

Update 5: Ein Dankeschön an den CvD des Focus für den noch am Abend ergänzten Link und die Quellenangabe!

Update 6: 25 der letzten 70 Mitarbeiter wurden entlassen. Der Niedergang folgt in den letzten Monaten endlich der erwarteten Exponentialfunktion.
Diagramm der VZ-Besuche bis Mai 2012

25 Jahre EDV-Lexikon

In diesem Monat wird mein „Kleines EDV-Lexikon“ 25 Jahre alt. Begonnen habe ich es 1987 als Glossar für eine AutoCAD-Anleitung, später wuchs es um diverse weitere EDV-Themen an und seit 1996 steht es online. Zwischen 1000 und 3000 Besucher kommen täglich vorbei und ab und zu ergänze ich immer noch den einen oder anderen Beitrag. Wer sich das Werk einmal ansehen möchte, ist herzlich eingeladen, dort vorbeizuschauen:

Kleines EDV-Lexikon